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Fragen zum Thema
Sexualität - Verhütung

Da hat man dir etwas Falsches erzählt! Beim „Aufpassen“ (in der Fachsprache: Koitus Interruptus) zieht der Junge sein Glied vor dem Samenerguss aus der Scheide und kommt außerhalb zum Höhepunkt. Zur Empfängnisverhütung ist der Koitus Interruptus aber ungeeignet, da er sehr unsicher ist:

  • der Junge könnte den Penis nicht rechtzeitig aus der Scheide ziehen;
  • einige Samenzellen können schon in der Flüssigkeit vorhanden sein, die vom Penis vor dem Samenerguss ausgeschieden wird (sogenannter Lusttropfen);
  • der Gedanke ans „Aufpassen“ kann Stress verursachen und die Lust am Geschlechtsverkehr verringern.

Der Koitus Interruptus bedarf keinerlei Hilfsmittel, keiner Vorbereitung und keiner großen Worte. Das macht ihn so verführerisch. Doch ist unter allen Umständen davon abzuraten!
Zunächst mal muss ich sagen, dass ich es sehr gut finde, dass du darauf bestanden hast, dass der Mann ein Kondom verwendet. Du solltest dich da auch weiterhin nicht davon abbringen lassen, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass er sonst nie ein Kondom verwendet hat! Ich finde, dass dieser Mann da sehr unverantwortlich ist, denn es geht ja nicht „nur“ darum, eine Schwangerschaft zu verhindern, sondern auch darum, die Übertragung von sexuell übertragbaren Krankheiten zu verhindern!

Es kann sein, dass deine Forderung ihn draus gebracht hat und es ihn „abgetörnt“ hat. Wahrscheinlich ist er so etwas ganz einfach nicht gewohnt. Doch er sollte sich daran gewöhnen, wenn er mit dir Sex haben will. Ich denke, es ist eine Einstellungssache, wie sehr man sich von einem Kondom draus bringen lässt. Wenn man es lockerer nimmt und zum Beispiel das Verwenden bzw. das Überziehen des Kondoms einfach ins Liebesspiel mit einbezieht, dann dürfte es kein Problem mehr sein...

Wenn noch andere Gründe mitspielen sollten, dann tu ich mich allerdings schwer, dir hier Erklärungen zu geben. Es wäre gut, wenn ihr beide darüber sprecht und gemeinsam nach Gründen sucht. Denn eigentlich wissen die Betroffenen immer am besten Bescheid.

Auf jeden Fall sollstest du dich von deiner Position nicht abbringen lassen, denn es geht um deine/eure Gesundheit!
Die Spirale ist ein Verhütungsmittel, das aus Kunststoff besteht und ca. 3-5 cm lang ist. Sie hat die Form eines T oder eines Hufeisens. Der Frauenarzt/die Frauenärztin setzt die Spirale durch den Muttermund in die Gebärmutter ein, meistens während der Menstruation.

Wirkung:
Die meisten Spiralen enthalten Kupfer, das die Spirale ständig in kleinen Mengen abgibt. Es gibt auch Spiralen, die Hormone enthalten.
Die Beweglichkeit der Samenzellen wird gehemmt, so dass sie die Eizelle nicht erreichen können. Außerdem wird verhindert, dass sich ein Ei in die Gebärmutter einnistet.

Anwendung:
Die Spirale wird vom Frauenarzt/der Frauenärztin vorzugsweise während der Menstruation eingeführt. Die Einführung der Spirale dauert nur wenige Minuten und ist wenig schmerzhaft. Es ist notwendig, regelmäßige Kontrollen beim Frauenarzt/bei der Frauenärztin durchzuführen. Die Spirale zu entfernen ist einfach und schmerzlos und wird vom Arzt/von der Ärztin durchgeführt.
Sie hat eine Wirkungsdauer von ca. 3 Jahren.

Vorteile:
Sie ist ein wirkungsvolles Verhütungsmittel, einmal eingeführt kann sie über Jahre wirken. Ihr Vorhandensein ist nicht bemerkbar und wird auch während des Geschlechtsverkehrs nicht gespürt. Es genügt, sich jährlich einer Kontrolluntersuchung zu unterziehen.

Nachteile:
Nicht empfehlenswert ist dieses Verhütungsmittel für junge Frauen, weil es da nicht selten zu Entzündungen kommt, welche sogar zur Unfruchtbarkeit führen können. Außerdem treten gelegentlich Eileiterschwangerschaften auf. In den ersten Tagen nach der Einführung kann es zu Krämpfen und Bauchschmerzen kommen. Die Menstruation fällt viel stärker und länger aus. Zwischen der Regel kann es zu Blutungen kommen.
Stimmt, wenn das Kondom nicht richtig angewandt wird, kann es zu einer „Panne“ kommen. Z.B. wenn beim Überrollen das „Reservoire“ nicht festgehalten- und die Luft ausgedrückt wird, bleiben kleine Luftblasen zwischen Glied und Kondomwand, die dann durch den Samenerguss platzen können.

Auch die Aufbewahrung von Kondomen ist wichtig. So sollten sie nicht warm gelagert werden oder geknickt wie z.B. in der Brieftasche oder im Auto. Beim Aufreißen der Packung und beim Überrollen kann es auch passieren, dass das Latex durch die Fingernägel beschädigt wird. Wenn du mehrere Kondome in einer Packung kaufst, findest du immer die Anleitung für eine korrekte Handhabung von diesem Verhütungsmittel.

Übrigens, Kondome schützen dich und deine Partnerin auch vor Geschlechtskrankheiten. Wenn du öfters Partnerin wechselst oder einen „one night stand hast“, solltest du immer Kondome benutzen.
Der Vaginalring ist eine Alternative zur Pille. Vom Prinzip her ersetzt er eine ganze Monatspackung der Pille. Der Ring ist weich, biegsam und misst 54 Millimeter im Durchmesser. Er besteht aus silikon- und latexfreiem Kunststoff und enthält die Hormone Östrogen und Gestagen. Jede Frau, für die auch die Pille geeignet ist, kann den Vaginalring verwenden.

Frauen können sich den Ring selbst einsetzen. Der Ring sollte möglichst tief - ähnlich wie ein Tampon – in die Scheide eingeführt werden. Ausschlaggebend für die Positionierung ist in erster Linie, dass der Ring nicht als unangenehm oder störend empfunden wird.

Nach drei Wochen Liegezeit muss der Ring wieder entfernt und entsorgt werden. Dann folgt eine Pause von sieben Tagen (wie bei der Pille), anschließend wird wieder ein neuer Ring eingeführt. Ohne die Pause würde die Monatsblutung nicht einsetzen.

Der Vaginalring kann herausrutschen, beispielsweise beim Geschlechtsverkehr oder mit dem Entfernen eines Tampon. Sollte der Ring herausgleiten, kann man ihn mit lauwarmem Wasser abwaschen und wieder einsetzen. Nur wenn der Ring weniger als drei Stunden außerhalb der Scheide war, ist die empfängnisverhütende Wirksamkeit sichergestellt. Sind allerdings mehr als drei Stunden vergangen, sollte man für die nächsten sieben Tage zusätzlich ein mechanisches Verhütungsmittel benutzen.

Die Kosten für 3 Monate betragen ca. 44 €.
Das Verhütungspflaster ist ein Pflaster, das am Bauch, Po oder den Oberkörper geklebt werden kann und nach und nach die Hormone Östrogen und Progesteron abgibt. Du bekommst das Verhütungspflaster nur mit einem ärztlichen Rezept.

So wird es angewendet
: Pro Zyklus sind drei Pflaster vorgesehen, die jeweils eine Woche getragen werden. Danach erfolgt eine Pause von einer Woche, während der eine Blutung eintritt. Das Pflaster sollte auch beim Baden oder Schwimmen auf der Haut haften bleiben. Sollte es doch abfallen, so muss ein Ersatzpflaster angebracht werden; nach einem Zeitraum von mehr als einem Tag muss der komplette Zyklus neu begonnen werden.

Der Vorteil dieser Verhütungsmethode ist, dass man nicht an die tägliche Einnahme denken muss!

Nachteile sind:
  • gelegentliche Hautirritationen
  • die Zuverlässigkeit bei Frauen, deren Körpergewicht über 90 Kilogramm liegt, kann beeinträchtigt sein.
  • es kann dieselben Nebenwirkungen wie die Pille haben
Bei der ersten Einnahme oder nach einer längeren Pillenpause wird die erste Pille am ersten Tag der Monatsblutung eingenommen. Somit schützt die Pille sofort.

Der Großteil der heutigen Pillen-Präparate gehört zu den so genannten Einphasenpillen. Man nimmt 21 Tage lang eine feste Kombination Östrogen und Gestagen ein. Dann folgt eine Einnahmepause von sieben Tagen. Durch den Hormonabfall wird die Gebärmutterschleimhaut wieder abgestoßen - dadurch kommt es zur Blutung. Es gibt auch Präparate, die 28 Tabletten enthalten. Dabei sind die letzten sieben Pillen ohne Wirkstoff. Manche Frauen empfinden die kontinuierliche Pilleneinnahme angenehmer, da sie dadurch den Start der neuen Pillenpackung nicht so leicht verpassen.
Die Pille enthält Hormone, Östrogene und Gestagene (Schwangerschaftshormon), die dem Körper eine Schwangerschaft vortäuschen und die Eierstöcke in ihrer Funktion einschränken. Es kommt somit zu keinem Eisprung. Zusätzlich wird der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, die Konsistenz des Gebärmutterhals-Schleimes und die Bewegung der Eileiter verändert, was zu einer weiteren Einschränkung der Fruchtbarkeit führt. Durch das Absetzen der Pille wird eine Scheinblutung ausgelöst.