Der männliche Körper (1/2)

Die äußeren Geschlechtsorgane

Oft machen sich Buben und Männer Sorgen um ihren Penis. Ist er zu klein, zu dünn? Hat er die richtige Form? Fehlt ihm sonst was? Der Penis ist zwar das Zentrum der männlichen Lust, doch gibt es noch weitere männliche Geschlechtsorgane, die in der Sexualität und bei der Fortpflanzung eine Rolle spielen.
Der Penis

Man nennt ihn auch das männliche Glied. Der Penis besteht im Wesentlichen aus dem Penisschaft und der abgerundeten Spitze, der Eichel. Die Eichel ist besonders empfindlich und wird von der Vorhaut bedeckt. Ein Bändchen (Frenulum) verbindet die Vorhaut mit der Eichel.
Der Penis besteht nicht aus Muskeln, er kann daher auch nicht „trainiert“ werden, um seine Größe oder Stärke zu verändern. Das Aussehen des Penis ist sehr unterschiedlich, es gibt verschiedene Formen und Größen, alle sind normal. Egal wie lang, dick, dünn oder gekrümmt der Penis ist, auf die sexuelle Befriedigung hat das keinen Einfluss.

Das steife Glied eines erwachsenen Europäers ist durchschnittlich - gemessen an der Oberseite vom Körper bis zur Spitze - 13 bis 15 Zentimeter lang. Weniger als zehn Prozent aller Männer haben ein längeres oder kürzeres Glied. Im schlaffen Zustand sind die Unterschiede deutlich größer.
Die Größe des Penis ist auch abhängig von der Temperatur, so ist er im kalten Wasser bedeutend kleiner als in der Sauna. Und um auch mit einem alten Märchen aufzuräumen: es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Größe des Penis und anderen Körperteilen, wie zum Beispiel der Nase!

Die Schwellkörper und die Erektion


Wird der Penis steif und richtet sich auf, dann bezeichnet man das als Erektion. Eine Erektion ist nicht dem Willen unterworfen, der Penis wird also nicht auf Kommando steif oder kann nicht wie ein Finger plötzlich gehoben werden. Eine Erektion wird über das so genannte vegetative Nervensystem gesteuert. Die Versteifung des Penis erfolgt durch die Schwellkörper im Penis, die sich bei sexueller Erregung mit Blut füllen.

Nicht immer hat eine Erregung mit sexueller Lust zu tun. So kann es zum Beispiel passieren, dass man am Morgen mit einer Erektion aufwacht, obwohl man gar nicht an Sex denkt. Der Grund kann eine volle Blase sein oder ein erotischer Traum vor dem Aufwachen.
Bestimmte Gefühle, wie zum Beispiel Lampenfieber, Erfolgsdruck, Angst, Stress, usw. können sich ungünstig auf die Erektionsfähigkeit auswirken.

Die Vorhaut

Die Vorhaut ist der Teil der Penishaut, der sich im schlaffen Zustand des Gliedes als Hautfalte über die Eichel legt und diese ganz oder teilweise bedeckt. Bei manchen Buben und Männern ist die Vorhaut so weit zugewachsen, dass sie sich nicht oder nur mit Schmerzen über die Eichel zurückschieben lässt. Das bezeichnet man als Vorhautverengung bzw. Phimose. Sie lässt sich durch eine kleine Operation beheben.

Aus religiösen, kulturellen oder hygienischen Gründen wird die Vorhaut manchmal entfernt, man nennt dies Beschneidung.

Der Hodensack

Unterhalb des Penis befindet sich der Hodensack, in dem die Hoden liegen. Der Hodensack liegt außerhalb des Körpers, weil die Hoden ca. 2 bis 4 Grad Celsius weniger Körpertemperatur benötigen als der Rest des Körpers, um Samen produzieren zu können.

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