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Der männliche Körper (2/2)

Die inneren Geschlechtsorgane

Wie im ersten Teil gesagt, nicht nur der Penis ist wichtig in der männlichen Sexualität. Auch das perfekte Zusammenspiel zwischen den inneren männlichen Geschlechtsorganen ist ausschlaggebend, damit „es“ optimal läuft.
Die Hoden

Die beiden Hoden liegen im Hodensack, sie sind unterschiedlich groß und hängen in unterschiedlicher Höhe. Die Hoden werden erst mit dem Beginn der Pubertät aktiv: sie produzieren die Samenzellen (Spermien), welche für die Fortpflanzung von Bedeutung sind, sowie das männliche Geschlechtshormon Testosteron. Dieses Hormon regt den Bartwuchs, die Geschlechtsfähigkeit und die Schweißproduktion an.

Die Hoden sind sehr empfindlich und gehören zu den erogenen (sexuell empfindsamen) Zonen am männlichen Körper. Bei sexueller Erregung ziehen sie sich zusammen.

Solltest du Schmerzen oder ein komisches Gefühl an deinen Hoden haben, dann scheue dich nicht davor, zum Arzt zu gehen.

Die Nebenhoden

Die Nebenhoden sind ein auf den Hoden liegendes kleines halbmondförmiges Gebilde, der größte Teil davon besteht aus zusammengeknäuelten Kanälchen. In diese Kanälchen gelangt der aus dem Hoden kommende noch unreife Samen. Dort reift er aus, bis er voll befruchtungsfähig ist. Die Samen können im Nebenhoden bis zu drei Monaten zwischengelagert werden - oder bis du einen Orgasmus hast oder einen feuchten Traum oder bis sie vom Körper wieder absorbiert werden.
Der Samenleiter

Der Samenleiter ist eine Art Schlauch, der ca. 40 cm lang und 3 mm dick ist. Er schließt direkt am Nebenhoden an und verläuft gemeinsam mit Gefäßen und Nerven als Samenstrang bis zum Leistenkanal und mündet bei der Prostata in die Harnröhre.

Die Cowperschen Drüsen

Diese beiden Drüsen sind so groß wie Erbsen und liegen im Anfangsbereich des Schwellkörpers, der den Harnleiter umschließt. Diese Drüsen geben bei sexueller Erregung ein Sekret ab, das den Harnleiter für den Samentransport reinigt und etwaige Harnrückstände neutralisiert, außerdem überzieht dieses Sekret die Harnröhre mit einem Schleimfilm und macht sie so gleitfähig.

Die Bläschendrüsen (Samenbläschen)

Die Bläschendrüsen liegen seitlich der Blase, etwas oberhalb der Prostata. Das Sekret der Bläschendrüsen und der Prostata ergeben zusammen die Hauptmenge des Ejakulats.

Die Prostata (Vorsteherdrüse)

Die Prostata sitzt unterhalb der Blase am Blasenausgang und hat die Größe einer Kastanie. Die Prostata bildet ein Sekret, das beim Samenerguss mit ausgestoßen wird und die Aufgabe hat, die Samenklümpchen nach dem Samenerguss zu verflüssigen.
Ab dem vierzigsten Lebensjahr sollte man jährlich eine Prostatauntersuchung machen, um einem Prostatakrebs (eine der häufigsten Krebsarten bei Männern) vorzubeugen.

Samenzellen (Spermien)

Eine Samenzelle ist etwa 0,006 mm lang und besteht aus einem Kopf, einem Mittelteil und einem Schwanz. Der Kopf der Samenzelle besteht im wesentlichen aus dem Zellkern mit dem Chromosomensatz. Der Mittelteil stellt die Energie für die Beweglichkeit der Samenzelle bereit. Der Schwanz dient vor allem der Fortbewegung. Im Hoden werden ab der Pubertät bis ins hohe Alter Samenzellen produziert.

Der Samenerguss (Ejakulation)

Beim Samenerguss werden die Samenzellen von den Nebenhoden durch den Samenleiter transportiert, mit der Flüssigkeit aus der Prostata und den Bläschendrüsen vermischt und dann über die Harnröhre bis zur Eichel transportiert. Dort tritt die Samenflüssigkeit unter großem Druck als so genanntes Ejakulat aus. Das gesamte Ejakulat umfasst ca. 4 ml (das ist ungefähr die Menge eines Teelöffels) und es befinden sich darin 100 bis 700 Millionen Samenzellen (Spermien).