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Verliebt in den Lehrer oder die Lehrerin!

Eigentlich hat Marion (15) schon Stress genug: sich in der neuen Schule zurechtfinden, die neuen Mitschüler kennenlernen ... Nun hat es ihr auch noch der Mathelehrer „angetan“! Christinas Gefühle fahren Achterbahn und sie weiß nicht, was sie tun soll.

Schon in der ersten Stunde hat es sie erwischt. Als der Lehrer zur Tür hereinkam, war sie wie vom Blitz getroffen, sie hat sich sofort über beide Ohren verliebt. In den darauffolgenden Unterrichtsstunden hat sich daran nichts geändert, im Gegenteil, Marion kann nur noch an ihren Lehrer denken, sie versucht ihm möglichst oft „zufällig“ über den Weg zu laufen und überlegt, ob sie ihm ihre Liebe vielleicht gestehen soll.
Tja, das, was Marion da passiert ist, das erleben ziemlich viele Schülerinnen (und auch Schüler) im Laufe ihrer Schulkarriere. Sich in eine Lehrperson zu verlieben, kann sehr schnell gehen, und die Gründe dafür können unterschiedlich sein. Manchmal war man noch nie verliebt und der Lehrer bzw. die Lehrerin verkörpern genau jene Eigenschaften, die man sich von einem Freund/einer Freundin
erträumt. Manchmal sehnt man sich schon länger nach einer Person, die einem Sicherheit und Geborgenheit gibt, und der Lehrer/die Lehrerin strahlt genau diese Eigenschaften aus. Manchmal hat man genug von den kindischen und überdrehten gleichaltrigen Jungs oder Mädchen und hätte vielleicht einfach gerne eine reifere Person zum Freund/zur Freundin.

Liebe ohne Perspektive

Aber egal, was hinter dem Verliebtsein in einen Lehrer/eine Lehrerin stecken mag, Tatsache ist, dass diese Liebe kaum - um nicht zu sagen keine - Perspektive hat. Warum das?

Nun, da gibt es einmal das italienische Gesetz, das eine Beziehung zwischen einer Schülerin unter 16 Jahren und einer Erziehungsperson, wie es u.a. ein Lehrer/eine Lehrerin ist, verbietet. Und selbst wenn Marion schon über 16 wäre, so wäre es sehr schwierig. Schulinterne Regelungen untersagen nämlich eine solche Beziehung, u.a. aus dem Grund, dass eine objektive Behandlung und Bewertung der Schülerin/des Schülers nicht mehr gewährleistet wäre.

Eine Lehrperson, die eine Beziehung mit einer seiner Schülerinnen oder einem seiner Schüler eingeht, würde sich im extremen Fall strafbar machen oder aber zumindest Probleme bekommen. Weil dem so ist, würde Marion in jedem Fall eine Zurückweisung erfahren, wenn sie dem Lehrer ihre Liebe gestehen würde – was wohl ziemlich schmerzhaft für sie wäre.

Aber auch ganz abgesehen vom Gesetz: meistens besteht zwischen einer Lehrperson und den Schülern/Schülerinnen ein beträchtlicher Altersunterschied. Zugegeben, ein größerer Altersunterschied innerhalb einer Beziehung muss nicht zwangsläufig das Scheitern der Beziehung bedeuten, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht gut geht, ist doch relativ hoch. Die Welt eines Erwachsenen sieht einfach etwas anders aus als die Welt einer bzw. eines Jugendlichen.

Was also tun?

Es ist erlaubt, in den Lehrer oder die Lehrerin verliebt zu sein. Auch Marion darf weiterhin von ihrem Lehrer träumen, sie sollte sich dabei aber nicht zu sehr in die Gefühle hineinsteigern und sich bewusst machen, dass diese Liebe keine Zukunft hat. Irgendwann wird die Schwärmerei von selbst verschwinden - spätestens dann, wenn der gleichaltrige Traumjunge vor ihr steht :-)