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Schwul – lesbisch. Bin ich normal?

Die Welt ist vielfältig geworden, so auch unsere Möglichkeiten, als Mädchen und Frau, als Junge und Mann, als sexueller Mensch zu leben. Neue Lebensformen lösen alte ab, nichts ist mehr so wie es früher war.

Wenn es um die gleichgeschlechtliche Liebe geht, da bewegt sich die Welt leider noch sehr langsam, zumindest wenn es um die Akzeptanz geht.

Für gleichgeschlechtliche Lebensweisen gibt es vielleicht in den Kreisen der Stars und Sportler gesellschaftlich anerkannte Vorbilder, nicht aber im Lebensalltag der meisten Menschen. Das liegt
daran, dass homosexuelle Menschen oft gar nicht als solche wahrgenommen und akzeptiert werden. Dass sich Jungen zu Jungen und Mädchen zu Mädchen hingezogen fühlen, wird oft als pubertäre Spinnerei abgetan, nicht aber als ernstzunehmende sexuelle Orientierung.

Versteckte Gefühle

Fast alle Signale, die Kinder und Jugendliche im Laufe ihrer Entwicklung empfangen, weisen zur heterosexuellen Liebe. Schwul- und lesbisch sein kommt praktisch nicht vor, oder wird meist negativ bewertet. Dies alles erzeugt einen großen Druck und führt bei homosexuellen Jugendlichen oft dazu, dass sie sich als „abnormal“ erleben, als „Kreis in einer Welt von Vierecken“!

Viele Jugendliche versuchen, ihre homosexuellen Gefühle und Gedanken zunächst zu verdrängen, stürzen sich in heterosexuelle Beziehungen oder versuchen das Gegenteil, nämlich die Sexualität aus ihrem Leben auszuklammern. Andere spielen ihren Mitmenschen etwas vor, leben ihre Sexualität in versteckten Begegnungen oder sie führen ein Doppelleben in zwei Welten, die streng voneinander getrennt sind. All diese Vermeidungsformen wirken sich aber negativ auf das Selbstwertgefühl aus und führen bei den Jugendlichen zu großer innerer Zerrissenheit. Je nach Persönlichkeit leiden der Körper, die Seele, die Beziehungen. Es kann auch zu Sucht, zu Depressionen und Suizidgedanken kommen.

Es bewegt sich was

Glücklicherweise aber gibt es zunehmend mehr Menschen, die Homosexualität als das sehen, was sie ist, nämlich eine von vielen Formen der Liebe und Sexualität. Jede aufklärende Fernsehsendung, jede informierte Lehrperson, jeder Hinweis durch geschulte Jugendberater, vor allem aber aufgeklärte und liebende Eltern verstärken die Chance, dass auch homosexuelle Jugendliche die Achtung vor sich selbst und die Anerkennung durch andere behalten.