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Wenn es um Sex geht …

… können wir nicht immer der gleichen Meinung sein. Egal, ob es um sexuelle Praktiken oder Verhütung geht, manchmal gehen die Vorstellungen darüber einfach auseinander. Hier ist es wichtig, die Dinge anzusprechen, zu verhandeln und Kompromisse zu finden.

In erster Linie solltest du deine eigenen Grenzen akzeptieren und versuchen, auch die Position deines Partners oder deiner Partnerin zu verstehen. Für vieles lässt sich eine Lösung finden. Denke auch daran, dass du jemanden verletzen kannst, wenn du unbedingt deinen Willen durchsetzen möchtest. Umgekehrt kann Passivität auch als Zustimmung gedeutet werden und du kannst so leicht über deine Grenzen gehen. Versuche also möglichst ehrlich und direkt zu sein, auch wenn das bedeutet, mal „Nein“ zu sagen.

Sexuelles Verhalten – vielfältig und individuell

Unser sexuelles Verhalten ist so unterschiedlich wie unser Aussehen. Manche haben sexuelle Vorlieben, die sie nie ausleben – oder wenn, dann nur alleine. Andere wiederum leben ihre Phantasien mit
ihrem Partner/ihrer Partnerin. Manche Menschen entscheiden sich nur für bestimmte Sexualpraktiken. Das wichtigste für dich ist, dass du diese Entscheidung selbst triffst. Du kannst sie auch jederzeit ändern.

Wenn du heute mit einer Person schläfst, heißt das nicht, dass du das bei der nächsten Gelegenheit wieder tun musst. Bevor du mit jemandem Sex hast, solltest du jedenfalls ein paar Punkte bedenken:

  • Wer ist dein Partner/deine Partnerin und wie wird Sex eure Beziehung verändern? Mit Sex sind auch Gefühle verbunden, die verwirrend sein können. Wie werdet ihr damit umgehen?
  • Fühlst du dich sicher? Vertraust du deinem Partner/deiner Partnerin? Passen die Situation und der Ort für dich? Könnt ihr eure Gefühle und Bedürfnisse respektieren und darüber sprechen?
  • Wollt ihr beide Sex haben? Für Sex braucht es wirklich die Zustimmung von beiden, und jeder muss sich an die vereinbarten Grenzen halten, auch wenn das nicht immer leicht ist. Dränge niemanden und lass dich auch selbst nicht zu etwas drängen, was du nicht tun willst.
  • Was ist deine Motivation? Es gibt viele Gründe, Sex zu haben: der Wunsch geliebt zu werden, sich näher zu kommen, sich gut zu fühlen, Neugierde, cool vor anderen dazustehen, die Angst, jemanden zu verlieren. Sei ehrlich zu dir selbst – nicht alles sind wirklich gute Gründe für Sex.

Es sollte sich gut anfühlen

  • Bist du dir sicher, das du deinen Partner/deine Partnerin nicht ausnützt und auch selbst nicht benutzt wirst? Manche Beziehungen sind ausbeuterisch und daher auch für beide Beteiligten nicht gesund. Du solltest dir sicher sein, dass ihr euch füreinander interessiert und das Wohlbefinden genauso wichtig ist wie das des anderen.
  • Tut's dir gut? Alle Praktiken, auf die du dich einlässt, sollen für dich passen. Alles, was sich gut anfühlt, ist okay. Wo du dir nicht sicher bist, das lass lieber.
  • Bist du geschützt? Sex geht fast immer mit dem Risiko einer Schwangerschaft und einer sexuell übertragbaren Krankheit einher. Es ist wichtig, dass dir dieses Risiko bewusst ist und du dich entsprechend schützt. Kondome sind der beste Schutz.
  • Und was sagt dein Instinkt? Viele Menschen hören bei solchen Entscheidungen auch auf ihre innere Stimme. Du auch? Oft sagt, der Kopf „ja“, aber der Bauch noch „Nein“. Du liebst deinen Freund/deine Freundin, du bist neugierig und eigentlich habt ihr euch schon geeinigt, dass ihr Sex haben wollt – und trotzdem willst du jetzt nicht? Das ist völlig ok! Du darfst jederzeit sagen, du willst jetzt nicht. Und aufgeschoben ist ja nicht gleich aufgehoben.

Quelle: „Kondome? Na sicher!“. Eine Broschüre der AIDS-Hilfen Österreich