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„Ich darf überhaupt nie etwas!“

In der Pubertät verändert sich nicht nur dein Aussehen, auch deine Beziehungen verändern sich – am meisten wohl jene zu den Eltern. Es kann in dieser Zeit schwierig für euch werden, miteinander auszukommen.

Deine Gefühle den Eltern gegenüber werden wahrscheinlich intensiv bleiben, allerdings sind es nicht mehr nur positive Empfindungen. Ihr werdet euch manchmal gar nicht mögen, manchmal werdet ihr euch missverstanden fühlen, manchmal zu wenig anerkannt, und manchmal werdet ihr überrascht sein, wie wütend ihr aufeinander sein könnt.

Der Grund für all diese Gefühle ist einfach zu verstehen. Die meisten Eltern geben sich Mühe, ihre Kinder so zu erziehen, dass sie eines Tages unabhängig von ihnen leben können. Aber sie fühlen
sich auch dafür verantwortlich, dass sie bis dahin ihre Kinder beschützen und für sie sorgen. Kinder hingegen brauchen ihre Eltern, aber sie wollen auch erwachsen werden, unabhängig sein und schließlich alleine leben.

Die Frage ist nun: Wann, wie stark und wie lange soll man noch aneinander festhalten?

In der Pubertät kann diese Frage zu einem starken Konflikt führen und es kommt zu einer Art „Tauziehen“: jede Seite reagiert auf die Stärke des anderen mit einem noch größeren Zerren.

Als Jugendlicher beginnst du, mehr zu unternehmen, bist seltener zu Hause, weil du neue Menschen kennenlernen und neue Freunde finden willst. Du möchtest nicht immer nur mit der Familie zusammen sein, sondern dein eigenes Leben etwas mehr kennenlernen.

Die Eltern wünschen sich hingegen, dass du nicht so viel weg bist. Sie vermissen dich und es kann sein, dass sie es egoistisch finden, wenn du mehr für dich allein sein willst, sie haben vielleicht das Gefühl, dass du sie aus deinem Leben ausschließt.

Sprich deine Bedürfnisse aus

Wenn deine Eltern dir deiner Meinung nach nicht genug Freiheit lassen, dann würdest du sie am liebsten anschreien: „Ich darf überhaupt nie etwas!“ Wahrscheinlich ist das auch schon passiert. Hilfreicher wäre, wenn du mit deinen Eltern darüber sprichst, dass du das Bedürfnis hast, mehr mit deinen Freunden zusammen oder einfach für dich allein zu sein. Frage sie auch danach, wie sie es in ihrer Jugendzeit erlebt haben – wenn sie sich daran erinnern, dass es ihnen ähnlich ergangen ist, können sie dich vielleicht besser verstehen.