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Nur das Beste für mein Kind

Alle Eltern haben Wunschvorstellungen darüber, was aus ihren Kindern einmal werden soll. Die meisten wissen aber, dass sich die Zukunft der Kinder nicht einfach so am Reißbrett planen lässt. Bestimmte Erwartungen gibt es aber trotzdem.

Eltern wollen immer das Beste für ihre Kinder, heißt es. Was das Beste ist, darüber gehen die Vorstellungen aber oft auseinander. Manchmal wünschen sich Eltern etwa, dass die Kinder ihren ursprünglichen Lebenstraum verwirklichen. Dinge, die sie selbst gerne getan hätten, aber aus bestimmten Gründen nicht tun konnten, sollen nun ihre Kinder realisieren. Zum Beispiel sollen sie einen bestimmten Beruf erlernen, eine bestimmte Sportart oder ein bestimmtes Hobby ausüben, usw.

Ideal und Wirklichkeit

Die Realität sieht aber oft anders aus als das Idealbild der Eltern. Nicht selten stellt sich das Kind gegen die Pläne der Eltern, und das kann ganz schön schwierig werden und zu heftigen Konflikten führen.
Was kann man als Jugendlicher tun, wenn man das Gefühl hat, dass die Eltern übertriebene Erwartungen haben oder wenn man glaubt, den Erwartungen der Eltern nicht gerecht werden zu können?
Einmal sollte man sich bewusst machen: jeder ist wie er ist. Nicht jeder hat die gleichen Talente und Fähigkeiten, die gleichen Abneigungen und Schwächen, und vor allem nicht die gleichen Ideen, Interessen und Absichten.
Lange Zeit entscheiden die Eltern, was mit ihren Kindern passiert. Das ist normal und notwendig. Kleinkinder sind angewiesen auf die Fürsorge ihrer Eltern, angefangen beim Essen bis hin zu Hygiene, Kleidung, Freizeit. Je älter die Kinder werden, desto weniger bedarf es der elterlichen Fürsorge. Während es zum Beispiel normal ist, dass eine Mutter entscheidet, was ihre vierjährige Tochter anzieht, sollte eine 15Jährige selbst bestimmen können, welche Kleider sie trägt.

Gemeinsam überlegen

Ähnlich ist es mit der Schule. Bis zum Abschluss der Mittelschule ist meistens alles klar. Dann steht die Frage im Raum, wie es weiter gehen soll. Hier gehen die Vorstellungen der Eltern und der Kinder oft auseinander. Wichtig ist in so einer Situation, dass man mit den Eltern spricht und ihnen die eigenen Bedürfnisse, Vorstellungen und Pläne erklärt. Wenn man zum Beispiel glaubhaft machen kann, dass einem technische Fächer mehr liegen als geisteswissenschaftliche, dann tun sich Eltern wahrscheinlich leichter, den Berufswunsch zu respektieren und zu unterstützen.

Was man als Jugendlicher vermeiden sollte, ist, sich in eine totale Opferrolle zu begeben, im Sinne von: "Meine Eltern haben so hohe Erwartungen, die kann ich ja sowieso nie erfüllen, das ist total ungerecht und gemein!" Man sollte zu dem stehen, was man will, aber auch offen sein für das, was die Eltern sagen. Gemeinsam lässt sich meistens besser herausfinden, welcher Weg den größten Sinn macht.