X Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zu Cookies.

Scheiden tut weh. Auch den Kindern.

Für ein Kind ist es unvorstellbar, dass sich seine Eltern vielleicht irgendwann trennen könnten. Geschieht es dann doch, so wirkt sich diese Entscheidung der Eltern auf die gesamte Familie aus – auch auf die Kinder.

Eine Scheidung kann bei den Kindern unterschiedliche Gefühle auslösen. Manchmal entwickeln sie Schuldgefühle, weil sie an der Situation nichts ändern können. Oder sie sind sauer, weil die Eltern es nicht geschafft haben, miteinander auszukommen. Es kann auch sein, dass die Kinder befürchten, ein Elternteil ganz zu verlieren. Hinzu kommt die Ungewissheit, wie sich die Situation weiter entwickeln und was sich alles verändern wird - und das macht Angst.

Viele Kinder versuchen lange Zeit alles zu tun, damit die Eltern aufhören zu streiten und wieder zusammenfinden. Doch wenn sich Eltern nicht mehr verstehen - und das passiert häufig nach einer jahrelangen Beziehung - dann können auch Dritte sehr wenig machen, egal ob das nun die
Kinder sind oder andere Verwandte oder Freunde des Paares. Nur die Eltern selbst könnten etwas verändern, und das nur unter der Voraussetzung, dass sie es beide wollen.

Gefühle verändern sich

Ein Beispiel verdeutlicht vielleicht, was hier passiert: Angenommen, du hast eine gute Freundin oder einen guten Freund. Jahrelang wart ihr unzertrennlich, habt vieles gemeinsam unternommen und erlebt, doch irgendwann streitet ihr euch immer öfters. Ihr versucht, die Freundschaft zu retten, aber es gelingt nur schwer, ihr fühlt euch immer weniger wohl zusammen, und plötzlich habt ihr euch nichts mehr zu sagen. Genauso geht es manchmal auch Erwachsenen bzw. Paaren.

Wenn sich die eigenen Gefühle verändern, dann kann man dagegen schwer etwas tun. Auf Dauer gegen seine Gefühle zu leben, das macht früher oder später unglücklich. Deshalb ist es in vielen Fällen besser, die Konsequenzen zu ziehen. Das kann bedeuten, sich zu trennen – auch für Eltern.

Wie gesagt, Kinder sind gegen eine Trennung der Eltern machtlos, sie können sie nicht verhindern. Kinder können aber mit der Zeit lernen, mit der Trennung der Eltern umzugehen und die neue Situation zu akzeptieren.

Eine Trennung hat auch Vorteile

Hilfreich kann sein, als Kind die eigenen Befürchtungen und Wünsche mit den Eltern zu besprechen. Zum Beispiel indem man ihnen sagt, was man sich von ihnen wünscht, wo man wohnen möchte, wie oft man den Vater bzw. die Mutter sehen möchte usw.

Es ist vielleicht schwer zu glauben, aber eine Trennung kann auch Vorteile für die Kinder haben. Zum Beispiel kann es eine Erleichterung sein, dem Stress zwischen den Eltern nicht mehr ausgesetzt zu sein. Es könnte sein, dass die Eltern den Kindern mehr Aufmerksamkeit schenken, da sie die Zeit mit den Kindern intensiver nützen wollen. Oder sie sind vielleicht besser gelaunt, weil sie nicht mehr ständig streiten (müssen).

Wichtig zu bedenken ist auch, dass die Eltern auch als getrenntes Paar immer noch gemeinsam Eltern bleiben. Kind ist man also immer, auch wenn die Eltern nicht mehr zusammen sein sollten.