X Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zu Cookies.

Fragen zum Thema
Freunde - Mein bester Freund

Es ist immer schwierig, wenn wir sehen, dass ein Mensch, den wir mögen und der uns wichtig ist, Dinge tut, die ihm offensichtlich nicht gut tun bzw. ihm schaden. Und es ist klar, dass wir dann alles unternehmen wollen, um diesem Menschen zu helfen.
Ich finde es toll von dir, dass du schon etwas in diese Richtung unternommen hast, wie z.B. mit einer Lehrperson zu sprechen.

Aber wie du es selbst gerade erlebt hast, ist es nicht ganz einfach, einem Menschen in so einer Situation zu helfen. Das hängt damit zusammen, dass wir Menschen nur dann helfen können, wenn diese die Hilfe auch annehmen wollen. Manchmal ist es so, dass jemand gar nicht bereit ist, sich helfen zu lassen, selbst dann nicht, wenn es ihm sehr schlecht geht. Da können wir uns noch so sehr darum bemühen, ihm zu helfen – es wird nichts nützen.

Versuche mal herauszufinden, wie das bei deinem Freund ist, ob er an seinem Verhalten gerne etwas verändern möchte und sich dabei helfen lassen möchte.
Du kannst das tun, indem du mit ihm redest. Du könntest ihn in ein Gespräch verwickeln, indem du ihm z.B. sagst, dass du ihn betrunken und rauchend gesehen hast und du dir deswegen Sorgen um ihn machst. Du kannst ihm auch sagen, dass du Rauchen und Trinken in seinem Alter nicht so gut findest und nachfragen, wie er das so sieht. Auch könntest du nachfragen, wie es eigentlich dazu gekommen ist, dass er mit dem Rauchen und Alkohol trinken angefangen hat, und ob er daran denkt, damit wieder aufzuhören. Vielleicht hat er es ja sogar schon versucht.
Versuche möglichst offen mit ihm zu reden, ohne ihn dabei zu bewerten oder zu verurteilen. Wenn wir nämlich Interesse an einem Menschen zeigen und verständnisvoll sind, dann erfahren wir meistens mehr von ihm, als wenn wir ihn belehren wollen.

Wenn der Junge sagt, dass er gerne etwas ändern möchte und er dabei Hilfe braucht, dann frage ihn, was oder wer ihm dabei helfen könnte, und frage ihn, wie du und ihm helfen kannst. Er weiß das nämlich am allerbesten.
Seinen besten Freund zu verlieren, das ist nie leicht, deshalb kann ich auch gut nachvollziehen, dass du ihn wieder zurück haben möchtest. Es ist sehr positiv, für eine Freundschaft zu kämpfen. Sie gleich aufzugeben, das wäre Schade.

Du könntest versuchen, nochmal das Gespräch mit deinem Freund zu suchen oder du schlägst ihm einfach vor, etwas gemeinsam zu unternehmen. Ein erneutes positives gemeinsames Erlebnis könnte deinen Freund dazu motivieren, eure Freundschaft wieder zu intensivieren.

Wie gesagt, es ist wichtig, dass man seine Freunde nicht gleich aufgibt, sondern um sie kämpft. Ich denke, es ist aber immer auch wichtig, realistisch zu bleiben und sich zu überlegen, wie groß die Chancen sind, einen Freund zurückzugewinnen. Es gehört nämlich auch zum Leben dazu, dass sich Freundschaften im Lauf der Zeit verändern. Menschen begegnen sich und es entstehen tiefe Freundschaften. Menschen verändern sich aber auch, sie schlagen unterschiedliche Wege ein, verfolgen unterschiedliche Ziele, und so kommt es, dass sich Wege von besten Freunden manchmal trennen und auch Freundschaften enden. Das ist bitter und macht traurig, doch solche Erfahrungen gehören zum Leben dazu.

Vorerst aber solltest du positiv bleiben und dein Möglichstes  tun, um deinen Freund wieder für dich zu gewinnen.
Geheimnisse sind eine sehr heikle Sache und der Umgang damit ist nicht immer leicht. Ein Geheimnis weiterzuerzählen bedeutet einen Vertrauensbruch und das ist meist sehr verletzend.

Es kommt allerdings auch darauf an, aus welchem Grund man ein Geheimnis weitererzählt. Wenn dir jemand ein sehr schwerwiegendes Geheimnis anvertraut und du draufkommst, dass du alleine damit überfordert bist, dann ist es in Ordnung, wenn du dir Hilfe holst. Wichtig ist in so einer Situation, dass du es dem- oder derjenigen, der/die dir das Geheimnis anvertraut hat, mitteilst.

In deiner momentanen Situation bleibt dir nur, dich bei deinem Freund ehrlich zu entschuldigen und ihm genau zu erklären, was dich dazu gebracht hat, das Geheimnis weiterzuerzählen. Vielleicht kann er dir dann leichter verzeihen. Sag ihm, dass du einsiehst, einen Fehler gemacht zu haben und frage ihn, ob es eine Möglichkeit gibt, wie du ihn wieder gutmachen kannst.

Was du ihr auf jeden Fall zugestehen musst, ist die Zeit, die er braucht, um wieder Vertrauen aufbauen zu können. Wie lange das sein wird, kann dir nur dein bester Freund sagen. Vermutlich musst du noch etwas Geduld haben. Denn wie gesagt, ein Vertrauen zu brechen ist sehr verletzend - und je tiefer die Freundschaft, desto größer ist auch die Verletzung und desto länger braucht die Heilung.
Es ist schon mal gut, dass du einen beste Freund hast, denn es ist wichtig, jemanden zu haben, dem man alles anvertrauen kann. Ich kann aber auch deinen Wunsch nach weiteren Freunden gut verstehen.

Versuche mal, auf jene Menschen zu zu gehen, die dich interessieren und die dir sympathisch sind und sprich sie an. Zum Beispiel könntest du fragen, was sie in ihrer Freizeit so machen, welche Hobbys sie haben, welche Schule sie besuchen, wo sie ihre Kleidung einkaufen, mach ihnen Komplimente dafür, usw. Dann könntest du fragen, ob sie Lust haben, mit dir etwas zu unternehmen. Oder frag sie, ob sie so nett wären, dir bei etwas behilflich zu sein. Wichtig ist, dass du selbst aktiv wirst, denn es ist oft so, dass alle darauf warten, dass der andere die Initiative ergreift, und dann, ja dann passiert eben gar nichts.

Vielleicht hast du auch die Möglichkeit bei einer Sportgruppe oder einem Verein dabei zu sein oder vielleicht gibt es in der Nähe eine Jugendgruppe bzw. ein Jugendzentrum. Über diesen Weg lernt man oft nette Leute kennen, die ähnliche Interessen haben.

Freunde zu finden ist nicht ganz leicht, das ist klar, aber gerade deswegen solltest du dich umso mehr anstrengen und bemühen - auch mit dem Risiko, dass der eine oder andere dich mal abweist. Aber es ist eben so, dass man manchmal im Leben etwas wagen muss, denn nur so kann man auch etwas gewinnen!
Ausgelacht zu werden und sich als Außenseiter zu fühlen, ist alles andere als angenehm. Sehr oft suchen sich Gruppen einen Sündenbock, auf den sie dann alles abgeladen können. Denn so lange sie jemanden haben, den sie gemeinsam fertig machen können, geraten sie selbst nicht in die Schusslinie. Und es gibt ihnen ein Gefühl von Macht und Überlegenheit.

Zum Außenseiter abgestempelt zu werden, könnte jedem passieren: denn ob Pickel im Gesicht, die "falsche" Kleidung, eine Behinderung oder eine andere Nationalität, alles kann als Grund für ein dummes Vorurteil missbraucht werden.

Um aus der Außenseiter-Rolle auszusteigen, musst du dir selbst darüber bewusst werden, dass du nicht der Loser bist, zu dem dich die anderen machen. Besinn dich darauf, was deine Stärken sind, was du an dir selbst gut findest und zeige das auch.

Versuche einen Schritt zurückzutreten und die Situation mal objektiv zu betrachten. Je genauer du beobachtest, desto mehr wirst du sehen, dass sie alle ihre Schwächen haben. Nur gelingt es ihnen besser als dir, sie mit coolem Getue zu überdecken.

Versuche auch herauszufinden: Wer sind die Anführer, wenn es darum geht, dich schlecht zu machen? Wer sind die Mitläufer? Wer hält sich zurück? In jeder Gruppe gibt es auch einige, die es nicht gut finden, was sie mit dir machen, die aber still sind, weil sie Angst haben. Nimm Kontakt zu denen auf. Gib ihnen die Chance dich so kennen zu lernen, wie du bist. Zeig Interesse an ihren Gesprächen, stell Fragen und sag deine Meinung. Es ist dabei nicht nötig, dass du dich einschmeichelst. Mit der Zeit wirst du entdecken, dass es in jeder Gruppe, Klasse oder Clique Menschen gibt, mit denen du gut auskommen kannst.

Vergiss trotzdem nicht, dass es immer auch Leute geben wird, die dich nicht so toll finden. Das kennst du auch von dir selbst. Schließlich muss und kann man nicht jeden Menschen sympathisch finden. Tolerante Menschen können damit umgehen, dass nicht jeder so aussieht und sich verhält wie sie selbst und brauchen niemanden zum Außenseiter abstempeln oder ausgrenzen.