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Das Kondom

Das Kondom gehört zu den Barrieremethoden. Unter Barrieremethoden versteht man alle Methoden der Verhütung, bei denen eine Barriere zwischen Penis und Gebärmutter aufgebaut wird.

Das Kondom ist das einzige Verhütungsmittel für den Mann, es verhindert, dass Samen in die Scheide der Frau gelangen. Es hat viele Namen, zum Beispiel: Gummi, Pariser, Präservativ. Es gehört zu den ältesten Verhütungsmitteln überhaupt und besteht aus einer dünnen Hülle aus Latex, die sich der Form des steifen Gliedes anpasst.

Da die Größe des Penis von Mann zu Mann unterschiedlich ist, gibt es Kondome in verschiedenen Größen und Formen. Welches Kondom gut passt, sollte jeder Junge zunächst für sich alleine ausprobieren, indem er seinen Penisumfang in steifem Zustand abmisst. Denn ist ein Kondom zu groß, kann es beim Geschlechtsverkehr leicht abrutschen, sitzt es hingegen zu eng, kann es reißen.

Entscheidend für die Auswahl des passenden Kondoms ist der Penisumfang in steifem Zustand, und nicht die Länge. Mit dem Penisumfang lässt sich die Kondomgröße bestimmen. Die meisten Kondome sind 52 mm breit. Es gibt aber auch schmälere und breitere. Für einigen Jungs sind die Kondome zu 52 mm noch zu groß, denn bei den meisten Jungs wächst der Penis in Größe und Dicke noch bis sie 17/18 Jahre alt sind.
Das richtige Benutzen von Kondomen will gelernt sein, der Gebrauch sollte deshalb rechtzeitig geübt werden, so können Verhütungspannen vermieden werden.

Anwendung

1. Die Schutzhülle vorsichtig öffnen und darauf achten, dass das Kondom nicht mit spitzen Gegenständen beschädigt wird. Deshalb besondere Vorsicht mit Fingernägeln, Zähnen, Ringen und ähnlichem
2. Das Kondom nur über den steifen Penis rollen. Das Kondom muss bereits übergerollt werden, bevor der Penis die Scheide berührt, da oftmals vor dem Orgasmus Sperma ausgeschieden wird und es so zu einer Schwangerschaft kommen kann.
3. Darauf achten, dass das Kondom mit dem Röllchen nach außen auf das Glied gesetzt wird. Wurde das Kondom versehentlich falsch aufgesetzt (Röllchen innen), unbedingt ein neues verwenden! Das alte ist unbrauchbar geworden, weil vielleicht bereits Samen drauf sind.
4. Beim Überrollen des Kondoms soll die Vorhaut ganz nach hinten gezogen sein. Die Kondomspitze mit Daumen und Zeigefinger zusammendrücken, damit beim Überrollen kein Luftpolster entsteht, welches das Kondom zum Platzen bringen könnte.
5. Das Kondom über die gesamte Länge des Penis abrollen (nicht runterziehen).
6. Nach dem Samenerguss das Glied möglichst gleich, auf jeden Fall vor dem Erschlaffen, aus der Scheide ziehen. Dabei das untere Ende des Kondoms gut festhalten, damit es nicht abrutscht und Sperma ausläuft. Nach dem Abstreifen kann an den Fingern noch Samenflüssigkeit haften. Deshalb sofort Hände und Glied waschen.

Wichtig: Einzeln verpackte Markenkondome mit Qualitätssiegel kaufen (zum Beispiel die CE-Kennzeichnung mit einer Nummer der zugelassenen Prüfstelle). Auf das Haltbarkeitsdatum achten. Jedes Kondom darf nur einmal benutzt werden. Gebrauchte Kondome nicht in die Toilette werfen, sondern über den normalen Müll entsorgen. Kondome sollen vor Hitze und direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Das Aufbewahren in der Brieftasche, in engen Hosentaschen und im glühend heißen Auto vermeiden.
Kein Verhütungsmittel bietet einen 100%igen Schutz vor Schwangerschaft oder Infektionskrankheiten. Kondome reduzieren jedoch das Risiko der Übertragung von Geschlechtskrankheiten. Wenn zusätzlich Gleitmittel verwendet werden, dann nur wasserlösliche und fettfreie. Es sollten keine Latexkondome gleichzeitig mit Scheidenzäpfchen (bei Pilzerkrankungen) oder chemischen Verhütungsmitteln verwendet werden, da diese die Reißfestigkeit des Kondoms herabsetzen.

Vorteile: Das Kondom greift nicht in die natürlichen Abläufe des Körpers ein und hat keine schädlichen Nebenwirkungen. Es muss nicht von der Ärztin/dem Arzt verschrieben werden, sondern ist problemlos in Apotheken oder Supermärkten erhältlich. Es schützt vor AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.

Nachteile: Bei falscher Anwendung kann das Kondom abrutschen oder reißen. Manche Buben und Mädchen reagieren allergisch auf Latex (daraus sind die Kondome normalerweise gemacht), sie können aber in Apotheken latexfreie Kondome aus Polyurethan oder Polyisopren kaufen.