X Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zu Cookies.
  •  title=
  •  title=
  •  title=
  •  title=
  •  title=
  •  title=
  •  title=
  •  title=
  •  title=
  •  title=
  •  title=

„Mit oder gar nicht!“



... ist das Motto, unter dem Young+Direct

am Samstag, 1. Dezember anlässlich des Welt-Aids-Tages
in 15 innerstädtischen Lokalen von Bozen, Meran, Brixen und Bruneck
insgesamt 2.000 Gratis-Kondome verteilt
und natürlich auch Informationsmaterial zu HIV und Aids bereitlegt.



Wichtige Infos zum Thema findest du auch hier unten:
 
HIV / AIDS weltweit
 
  • Weltweit leben etwa 36,9 Millionen Menschen mit HIV, davon sind 1,8 Millionen Kinder.
  • 2017 kam es zu ca. 1,8 Millionen Neuinfektionen.
  • Etwa 9,4 Millionen Menschen wissen nicht, dass sie mit HIV infiziert sind.
  • Nur 59 Prozent der Betroffenen haben bislang Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten.
  • Seit Anfang der 80er Jahre haben sich etwa 78 Millionen Menschen mit HIV infiziert; 39 Millionen Menschen sind bereits an den Folgen gestorben, 2017 waren es weltweit 940.000 Menschen.
  • Trotz der Fortschritte in der Medikamentenentwicklung bleibt eine HIV-Infektion immer noch unheilbar.
 
HIV / AIDS in Italien
  • In Italien leben heute rund 130.000 Menschen mit HIV.
  • Alle zwei Stunden infiziert sich eine Person mit HIV.
  • Etwa 40.000 Menschen sind bisher in Italien an den Folgen von AIDS gestorben.
Die heute bekannteste und auch bedrohlichste sexuell übertragbare Krankheit ist Aids.
 
Der Begriff Aids kommt aus dem Englischen und ist die Abkürzung für „Acquired Immune Deficiency Syndrom“. Aids zerstört das körpereigene Abwehrsystem und führt in den meisten Fällen zum Tod. Hervorgerufen wird die Krankheit durch das Virus, das heute allgemein als HIV „Human Immuno-Deficiency Virus“ bezeichnet wird.
 
Ein Mensch, der mit dem Virus infiziert ist, wird zunächst HIV-positiv, aber nicht aidskrank. Zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit können bis zu 10 Jahre oder mehr vergehen. Das Virus schlummert in den Zellen des Abwehrsystems und löst irgendwann die Krankheit Aids aus.
Es ist daher wichtig zu wissen, dass auch infizierte Menschen ohne Krankheitssymptom andere Menschen anstecken können!

Wie du dich anstecken kannst
 
Nach dem heutigen Wissensstand wird das HI-Virus nur durch Blut, Samen- und Scheidenflüssigkeit sowie durch Muttermilch übertragen. Dies kann geschehen:
  • bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit einer HIV-positiven Person (auch bei Oral- und Analverkehr);
  • wenn Blut-, Samen- oder Scheidenflüssigkeit einer HIV-positiven Person über kleinste Verletzungen von Haut oder Schleimhäuten in den Körper einer nicht infizierten Person eintritt;
  • über die Blutbahn, z.B. wenn Drogenkonsumenten Spritzen gemeinsam benützen;
  • während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder über die Muttermilch von der infizierten Mutter auf das Kind.
     
 Wie du dich nicht anstecken kannst
 
Bei Händedruck, freundschaftlichen Umarmungen, Streicheln steckst du dich nicht an. Auch Niesen und Husten bedeuten keine Gefahr. In der Schule, beim Sport, in Toiletten, Sauna und Schwimmbädern besteht keine Ansteckungsmöglichkeit. Ebenso ungefährlich sind die gemeinsame Benutzung von Tellern, Gläsern und Besteck. Auch Insekten oder Haustiere übertragen kein HIV.
 
Wie du dich vor einer HIV-Infektion schützen kannst
 
Da du nicht wissen kannst, mit wem dein Partner/deine Partnerin bereits sexuelle Kontakte hatte, ist es wichtig, dass du dich beim Geschlechtsverkehr selber schützt. Vermeide, dass Blut-, Samen- oder Scheidenflüssigkeit in deinen oder den Körper des/der anderen gelangen. Einzigen Schutz bietet das richtige Benutzen eines Kondoms. Andere Verhütungsmittel (Pille, Spirale, Diaphragma usw.) schützen nicht vor einer HIV-Infektion! Du solltest keine Angst haben und dich nicht schämen, mit deinem Partner/deiner Partnerin über den Schutz vor Aids zu reden und auf der Verwendung von Kondomen zu bestehen, denn damit zeigst du Verantwortung und schützt dein Leben!

Der HIV-Antikörpertest
 
Eine Infektion mit dem HI-Virus lässt sich über den HIV-Antikörpertest mittels einer einfachen Blutabnahme nachweisen.
 
Wenn du Informationen brauchst und du den Test machen willst, kannst du dich an diese Strukturen wenden:
  • Krankenhaus Bozen
Abteilung Infektionskrankheiten – Day Hospital, Tel. 0471-908543
Dermatologische Ambulanz STD (Sexuell übertragbare Krankheiten), Tel. 0471-909939
  • Verein Propositiv Südtiroler AIDS-Hilfe
Baristraße 14/c, Bozen, Tel. 0471-932200, E-Mail: info@propositiv.bz.it
 
Wenn du einfach nur den Test machen willst, dann kannst du dich an die Krankenhäuser Bozen, Meran, Brixen, Bruneck, Sterzing und Innichen wenden sowie an das Ambulatorium in der Amba-Alagi-Straße 5 in Bozen und auch an den Verein Propositiv Südtiroler AIDS-Hilfe.
In diesen Strukturen ist der HIV-Test kostenlos und ohne Verschreibung des Hausarztes möglich. In den Krankenhäusern muss man die persönliche Steuernummer angeben, beim Verein Propositiv Südtiroler AIDS-Hilfe hingegen kann man den Test vollkommen anonym machen.

Der Umgang mit HIV-Positiven und Aidskranken
 
Fehlende und falsche Informationen über Aids haben dazu geführt, dass Aidskranke gesellschaftlich ausgegrenzt werden. Die Kranken versuchen daher, ihre Krankheit geheim zu halten und leben dauernd in Angst. Es ist sehr wichtig, dass du einen verantwortungsbewussten und menschenwürdigen Umgang mit infizierten Personen lernst. Sie brauchen offene Unterstützung und Solidarität und es gibt keinen Grund, ihnen diese zu verweigern.
Bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr kannst du dich mit sexuell übertragbaren Krankheiten anstecken. Dies gilt auch für Analverkehr oder Oralverkehr.
 
Es gibt sexuell übertragbare Krankheiten, die durch Bakterien verursacht werden. Dazu gehören unter anderem Gonorrhö, Syphilis sowie Pilz-, Chlamydien- und Trichomonaden-infektionen. Sie sind mit Medikamenten meist gut zu behandeln, vorausgesetzt, die Behandlung beginnt frühzeitig und der Partner/die Partnerin wird auch behandelt.
Die sexuell übertragbaren Krankheiten, die durch Viren verursacht werden, sind schwerer oder gar nicht zu behandeln. Dazu gehören Herpes genitalis, Hepatitis und Aids.
 
Folgende Anzeichen können auf eine sexuell übertragbare Krankheit hinweisen:
  • Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen;
  • ungewöhnliche Rötung der Geschlechtsteile;
  • Juckreiz an den Geschlechtsteilen;
  • veränderter, auffälliger Ausfluss aus der Scheide oder dem Glied;
  • unklare Schmerzen im Genitalbereich oder im Unterleib;
  • geschwollene Lymphknoten in der Leistenbeuge.
 
Bist du unsicher, ob du dich mit einer sexuell übertragbaren
Krankheit angesteckt hast, solltest du dich ärztlich untersuchen lassen. Dies gilt auch für deinen Partner bzw. deine Partnerin.

Wie du dich anstecken kannst
 
Am größten ist die Ansteckungsgefahr für sexuell übertragbare Krankheiten beim (ungeschützten) Geschlechtsverkehr. Aber auch schon eine äußere Berührung des männlichen Glieds mit den weiblichen Schamlippen kann zur Übertragung von Krankheitskeimen führen.
Das Risiko, sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten anzustecken, erhöht sich mit jedem neuen Partner bzw. jeder neuen Partnerin.
Mit Pilzen und Trichomonaden kannst du dich zudem im Schwimmbad, in der Sauna oder durch Handtücher, Badeschwämme und Waschlappen anstecken.

Wie du dich schützen kannst
 
Der sicherste Schutz vor einer Ansteckung mit einer sexuell übertragbaren Krankheit wäre der Verzicht auf den Geschlechtsverkehr.
Eine andere sichere Lösung ist eine stabile und treue Beziehung mit einem Partner/einer Partnerin – vorausgesetzt, beide haben sich nicht schon vorher angesteckt.
Wer sexuelle Kontakte mit verschiedenen Personen hat, sollte sich durch die Verwendung von Kondomen schützen. Dadurch wird verhindert, dass beim Geschlechtsverkehr Samen- und Scheidenflüssigkeit oder Blut in den Körper des Partners/der Partnerin gelangen.
Sexualität ohne Ansteckungsrisiko wird heute meist mit dem Begriff „Safer Sex“ bezeichnet.